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TanzVermittlung – Der empathische Körper

TanzVermittlung – Der empathische Körper

Das Vermittlungsprogramm “TanzVermittlung – Der empathische Körper” basiert zentral auf der Transferierung choreografischer Methoden zu den Themen Empathie (2020-2023), Abstand (2021), Nachahmung (2022) und Manipulation (2023), die in Workshops und Fortbildungen an Schüler*innen und Lehrer*innen in Schulen in Köln und NRW sowie in München vermittelt werden.

Das Vermittlungsprogramm findet begleitend zu den Bühnenproduktionen von Silke Z. und dem Ensemble DIE METABOLISTEN statt.

Schüler*innen sind eingeladen den professionellen Probenprozessen beizuwohnen und sich an der Materialentwicklung (Bewegung und Texte) zu beteiligen. So steht die Generation U 20 dem künstlerischen Team „beratend“ zur Seite und wird dadurch Teil des kreativ-künstlerischen Outputs.

Die Inhalte werden mit Hilfe von analogen und digitalen Workshops an Schüler*innen und Lehrer*innen in Schulen und in Kooperation mit anderen Einrichtungen in Köln vermittelt. Sollten es erneute pandemiebedingte Schulschließungen geben, wird auf eine reine digitale Vermittlung und Reflexion ausgewichen. In diesen Formaten sollen die Schüler*innen und Lehrer*innen trotzdem praktische, tänzerische Erfahrungen zum Thema sammeln und miteinander arbeiten. Das Projekt schließt auch die Teilhabe an Proben und Aufführungen im Rahmen der Produktionen, ggf. in Form von Live-Stream-Formaten ein.

Viele der derzeitigen gesellschaftlichen Probleme haben ihre Ursache darin, dass Menschen einen Mangel an Selbstwert, Selbstwirksamkeit und sozialer Anerkennung erleben. Besonders in Zeiten der Pandemie verschärfen Isolation und “social distancing” diese Problematik. Das Eigene – und Eigenwillige – muss ständig in vorgegebene Richtlinien eingehegt werden. Dadurch geht der Reichtum individuellen Potentials und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse verloren. Die daraus resultierenden Entfremdungsgefühle werden wiederum kompensiert durch Abwertung anderer Perspektiven und Lebensentwürfe. Ein Teufelskreis mit sichtbar destruktiven Folgen für ein demokratisches und solidarisches Miteinander: Vereinzelung, Narzissmus und Gefühle von Sinnverlust nehmen zu. Empathie bleibt auf der sprichwörtlichen Strecke.

Das großangelegte Partizipationsprojekt „Der empathische Körper – TanzVermittlung“ geht – statt von äußeren Leistungsanforderungen – vom Eigensinn und Potential jedes einzelnen Menschen aus. Damit initiiert dieses Konzept einen grundsätzlichen Perspektivwechsel hin zu einem zeitgemäßen Bildungsverständnis, welches ein sozialeres Miteinander im Sinne der Stärkung von Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit zu befördern in der Lage ist.

Die Hauptzielgruppe für das Vermittlungsprogramm sind Schüler*innen (Kinder und Jugendliche), Lehrer*innen sowie die Dozent*innen, die an Workshops zwischen 2021 und 2023 teilnehmen möchten.

Bei Interesse setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung unter:

E-Mail: admin@resistdance.de
Tel: 0221 2226663

 

Foto: © Meyer Originals

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Sharing Across Borders | Internationales Tanz-Netzwerk Festival

Sharing Across Borders | Internationales Tanz-Netzwerk Festival

Vom 23.-25. April 2021 veranstalten die ehrenfeldstudios das internationale Netzwerkfestival Sharing Across Borders. Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.

OPEN CALL!

Wir suchen 6 Absolvent*innen, die im Rahmen des Festivals ihre Projekte vorstellen und ggf. direkt mit potenziellen Partner*innen und Koproduzent*innen ins Gespräch kommen können. Weitere Infos findet Ihr hier!

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Vermittlungsprogramm Querfeld-rein und Querfeld-raus

Vermittlungsprogramm Querfeld-rein und Querfeld-raus

Die Vermittlungsformate Querfeld-rein und Querfeld-raus knüpfen an die spezifische inhaltliche und ästhetische Thematik des jeweiligen Stückes an. Das Vermittlungsprogramm arbeitet vorwiegend mit körperlichen Bewegungsanleitungen, die den Kindern und Jugendlichen über Sinnes- und Wahrnehmungsübungen physische und individuelle Zugänge sowohl zu künstlerischen Prozessen als auch zur Eigenwahrnehmung öffnen können.

Was ist Querfeld-rein?

Hier wird ein vorbereitender Einstieg angeboten, um dem jungen Publikum vor dem Theaterbesuch das „Reinfinden“ in die meist noch unbekannte Ästhetik von zeitgenössischem Tanz zu erleichtern. Bei Gruppen, in denen viele Kinder oder Jugendliche einen großen Bewegungsdrang haben oder die Konzentrationsspanne niedrig ist, empfiehlt sich ein Vermittlungsformat direkt vor der Vorstellung. Hierbei kann physische Anspannung abreagiert und über Wahrnehmungsübungen, die das empathische Bewegungsempfinden ansprechen, auf den Theaterbesuch eingestimmt werden.

Was ist Querfeld-raus?

Das nachbereitende Format bietet dem jungen Publikum nach dem Theaterbesuch einen gemeinsamen Ausklang an: das Gesehene wird über angeleitete Körperübungen sinnlich nachempfunden und über das Körpergedächtnis nochmals aktiviert. Das junge Publikum kann sich in einem angeleiteten Gespräch sowohl in der Gruppe als auch mit Künstler*innen und Tanzvermittler*innen austauschen. Auch beim nachbereitenden Format bilden spezifische Eigenheiten des Tanzstückes, etwa der Einsatz von Musik, Materialien und Objekten etc den Ausgangspunkt für angeleitete Improvisationen, die den Kindern anbieten, das Gesehene in Beziehung zu ihrer Erlebniswelt zu setzen. Auch die Spiegelung in einem anderen künstlerischen Medium, etwa über Malaktionen, in denen das junge Publikum ihre Erinnerungen und Empfindungen über das gesehene Tanzstück visualisieren kann, bieten sich als Vermittlungsstrategie an.

Wie buche ich die Vermittlungsformate Querfeld-rein und Querfeld-raus?

Das pädagogische Fachpersonal von Schulen, Kitas, Jugendfreizeiteinrichtungen oder sozialen Trägern kann über das Team von Querfeldein einen Termin mit Künstler*innen und Tanzvermittler*innen buchen. Die Tanzschaffenden, die die Vermittlungsformate durchführen, sind vom künstlerischen Leitungsteam von Querfeldein ausgewählt und verfügen über Erfahrungen sowohl in der Vermittlung von künstlerischen Inhalten als auch in der tanz- und theaterpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Es ist möglich, die Vermittlungsformate entweder im Tanzstudio direkt vor oder nach der Veranstaltung in den ehrenfeldstudios, Wißmannstr.38, 50823 Köln durchzuführen oder ein bis zwei Wochen vor dem Vorstellungsbesuch in einem Raum in der jeweiligen Einrichtung oder Schule. Außerdem bieten wir zurzeit auch Begleitpakete an, die Video-Tutorials, praktische Übungen und Informationen beinhalten.

Bei Interesse oder weiteren Fragen setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung.

Per E-Mail unter: vermittlung@tanzfuchs.com oder telefonisch unter: 0177 7 82 28 25

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Euer ehrenfeldstudios Team

 

Die Programmreihe Querfeldein sowie das dazugehörige Vermittlungsprogramm wird unterstützt durch die RheinEnergie Stiftung Kultur.

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WIR | Der empathische Körper  Vol. 1

WIR | Der empathische Körper Vol. 1

03. Dezember | 20:00 h PREMIERE
04. Dezember | 20:00 h
05. Dezember | 18:00 h

Ort: 
Ehrenfeldstudios
Wissmannstrasse 38
50823 Köln

Kartenreservierung:
+49 (0) 221 846 395 80
karten@ehrenfeldstudios.de

Wir sind emotional.

Wir sind emotional.
Wir sind belastbar.
Wir sind abhängig.
Wir sind liebevoll.
Wir sind unsicher.
Wir sind neidisch, übergriffig, dankbar.
Wir sind fremd – zart – ignorant – freaky.
Wir sind vielfältig.

Der Mensch als soziales Wesen besitzt die Fähigkeit sich in andere einzufühlen, sich in sie hineinzuversetzen, an die Stelle des anderen zu treten. Können wir gar nicht anders? „WIR“ überträgt die natürlichen Formen der Gefühlsansteckung in tänzerisch-choreografische Settings. Die Performer*innen begeben sich darin auf eine Gratwanderung zwischen Anziehung und Abwendung, Zuneigung und Übergriffigkeit.

Silke Z.‘ Ensemble DIE METABOLISTEN verhandelt in „WIR“ über das Einfühlungsvermögen und stellt sich der invasiven, übergriffigen Seite der Empathie. Diese erste Produktion des Projekts “DER EMPATHISCHE KÖRPER” legt den Grundstein für eine mehrjährige Auseinandersetzung mit dem Thema „Empathie“. Die intergenerationelle Kompanie sucht neue performative Perspektiven, um sich dem Themenkomplex zu nähern und WIR-Gefühle zu kultivieren.

CAST:

Künstlerische Leitung und Choreografie | Silke Z.

Performance | Daniela Riebesam, Vivien Kovarbasic, Caroline Simon, Florian Patschovsky, Dennis Schmitz, Angus Balbernie, Bettina Muckenhaupt, Jimin Seo, David Winking, Lisa Kirsch, Karel Vanek, Rebecca Bednarzyk, Hanna Held

Musikkomposition | Nikolaj Grunwald, André Zimmermann

Lichtdesign | Wolfgang Pütz

Dramaturgische Beratung: Barbara Fuchs

Tanzvermittlung | Andrea Marton, Caroline Simon

Administration/Management | Olivia Bott

Öffentlichkeitsarbeit | Vinya Cameron

Pressearbeit | Kerstin Rosemann

Fotodokumentation | Jacqueline Stade

Das Gesamtkonzept wird unterstützt von folgenden Partnern:

Koproduktion: Fokus Tanz e.V. / Think Big! Festival München, Junges Schauspielhaus Bochum.

Kooperation:  Albertus-Magnus Gymnasium, Köln, Ruhr-Universität Bochum, Deutsche Sporthochschule, Köln, ehrenfeldstudios e.V.

Gefördert durch das Land NRW im Rahmen der 3 jährigen Konzeptionsförderung und die Stadt Köln im Rahmen der mehrjährigen Projektförderung. 

Förderer


PRESSE:

Die Begegnung mit Künstlern verändert, weil sie die Schüler mit anderen Arbeitsweisen konfrontiert. Im Kern jedes Kunstwerks stellt sich die Frage nach der Methode, mit der es erarbeitet wurde. So eröffnen sich Schülern neue Horizonte in einer Welt, die an ihrer „Wohlstandsverwahrlosung“ zu Grunde zu gehen droht. ” (Thomas Linden, Choices)

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Fette Kette | ein Tanzreigen für alle ab 5 Jahren

Fette Kette | ein Tanzreigen für alle ab 5 Jahren

PREMIERE

Sa 12.12.2020 | 20:00 h

weitere Aufführungstermine

So 13.12.2020 | 16:00 h

Fette Kette | Ein Tanzreigen für alle ab 5 Jahren | tanzfuchs PRODUKTION

Nebeneinander, hintereinander, runterherum im Kreis – gereichte Hände, gefasste Schultern, untergehackte Ellenbogen – wie eine Einheit bewegen sich sechs Tänzer*innen durch den Raum.

Zusammen erzeugen sie den Rhythmus, der sie leitet. Wer führt die Gruppe an? Gibt es eine*n Zeremonienmeister*in? Durch die Komplexität aus Bewegung, Rhythmus und Gesang verschmelzen die Performer*innen zu einer Einheit, einer Kette: Wie die Glieder einer Kette sind sie miteinander verwoben, verbunden, mal offen, mal geschlossen – ohne Anfang – ohne Ende, mal als Kreis, mal als Reihe. Mit ihren Bewegungen verweben sie sich, knüpfen sich aneinander und schaffen so ein Menschgeflecht, eine Körperkette. Sie verhandeln miteinander, jeder ist verantwortlich – jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Die Performer*innen verwickeln sich in ein immer rasanter werdendes Spiel und hauchen den althergebrachten Tänzen und Gesängen neue Energie und Spaß ein. So entstehen eine Dynamik und ein Rhythmus, der sich auch auf das Publikum überträgt und der Tradition des Reigens neues Leben einhaucht.

Mit ihrer neuen Produktion taucht Choreografin Barbara Fuchs in die Tradition des REIGENS ein – in diesem ältesten Kulturgut des Abendlandes werden Tanz und Gesang zum gemeinschaftsstiftenden Ritual. Alle Bewegungen – egal aus welcher Kultur sie stammen – werden zum Festakt und der Tanz zur magischen Zeremonie der Bewegung. Die Körper der Performer*innen sind zentral für die rituellen Handlungen wie auch für die kollektive Verkörperung. Nachdem der Reigen in Europa vom Paartanz abgelöst wurde, zeigt sich diese kollektive Art der Verkörperung dennoch in alltäglichen rituellen Handlungen: von gemeinsam spielenden und erzählenden Bewegungen im Kindergarten, über spirituelle Körpergemeinschaften im Yoga und Tai-Chi bis hin zu kollektiv ekstatischen Körpern bei La Ola-Wellen und gemeinschaftlichen Gesängen im Fußballstadion. 

Von und mit:

Regie: Barbara Fuchs
Musik: Jörg Ritzenhoff
Tanz: Odile Foehl, Katharina Sim, Alina Feske, Arthur Schopa, Michael Zier, Philine Herrlein
Licht: Wolfgang Pütz
Pressearbeit: Kerstin Rosemann
Öffentlichkeitsarbeit: Lilly Bendl, Vinya Cameron
Grafikdesign: Caroline Simon

Ein besonderer Dank gilt auch unserer NRW Nachwuchsstipendiatin „Freie Kinder- und Jugendtheater“ Ronja Nadler für ihre tolle Mitarbeit und Unterstützung.

Fotos: Olivia Bott

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