Ageing Trouble steht für Unbehagen gegenüber Altersstereotypen und Ageismus, Aufbegehren und eigensinnige Bildungsprozesse im Alter. Aus performativitätstheoretischer Sicht entwirft Miriam Haller in ihrem Buch eine performative Kulturgeragogik, die Ageing Studies mit kultureller Altersbildung verbindet.
Wie werden geragogische Altersleitbilder literarisch dekonstruiert? Und wie wird Ageing Trouble in der Praxis kultureller Bildung auf die Bühne gebracht? Dazu analysiert sie die Performativität des Diskurses über Bildung und Alter(n) und eröffnet handlungsorientierte Perspektiven auf eigensinnige Performanzen von Alter(n) und ästhetische Bildungsprozesse im Alter anhand der performativen Praktiken von Un/doing Age, Un/doing Generations, Un/doing Biography und Un/doing Beauty in drei Tanz- und Theaterprojekten mit älteren Menschen.
Untersucht wurden intergenerationelle Tanzprojekte der metabolisten/Silke Z. sowie die Ageing body-Labore von Silke Z./resistdance, die performativen Praktiken des Senior*innentheater-Ensembles Golden Gorkis in seiner Stückentwicklung „Ätsch Age!“ unter der Leitung von Ron Rosenberg am Maxim Gorki Theater Berlin sowie das OLDSCHOOL-Ensemble und seine Stückentwicklung „Wunderschönes Welkfleisch“ unter der Leitung von David Vogel am Schauspiel Köln.
Alle drei sind Bestandteil des Netzwerk- und Austauschprojekts „NachWieVor. Tanzperformance & Alter(n)“, das von den ehrenfeldstudios im Jahr 2022 begründet wurde.
Anlässlich der Veröffentlichung findet am 18. Juli 2026 um 18 Uhr eine Book Release Party in den ehrenfeldstudios statt. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit der passAGEnwerkstattvon Dr.in Miriam Haller und bringt geladene Gäst*innen aus der Tanzpraxis, Wissenschaft und kultureller Bildung im Rahmen einer geschlossenen Fachveranstaltung zusammen.
Für wen sind eigentlich Cowboys noch sexy? In der Nacht sind wir RICHTIGE Männer geworden. Oder Helden? Wir weinen dich unter den Biertisch und eins ist sicher: die Pommes im Schwimmbad sind fetter als mein Po. Einer musste den Balztanz ja gewinnen. Und den Geweih Kampf verlieren. Klar, zu zweit können wir schon eine Band sein.
Die Nacht in der wir Männer wurden ist ein kurzweiliger Physical Theatre Abend mit Night-Life-Vibe, Drag und original Live-Musik, der sich mit positiven Formen von moderner Männlichkeit auseinandersetzt. Aus einer nicht-binären und trans*-männlichen Perspektive befragt das (i)dentityteam, was Männlichkeit eigentlich ist und wie wir männlich sein wollen. Dabei bedienen sich die Künstler*innen einer breiten Palette an künstlerischen Elementen wie Bewegung, Choreografie, Musik, Stand-up Comedy, Schauspiel und natürlich Drag! Euch erwartet ein humorvoller, künstlerischer und roher Deep Dive in den Freibadpool aus Identitätsbildung, Pubertät, Coming-outs und Transition. Es gibt Songs über Gefühle und männliche Rollen in Beziehungen; es gibt Cowboys, Bademoden und Balztänze; Und es gibt vor allem eine wichtige Frage: Ist das jetzt männlich?
TERMINE Fr, 24.04.2026 | 20 Uhr
Sa, 25.04.2026 | 20 Uhr
CREDITS Konzept und Performance: S. Rudat, Performance: Elina Brams Ritzau, Outside Eye: Sascha Malina Hofmann, Dramaturgie: Nina Weber, Musik und Audio: S(i)R Music (Jakob Lorenz, S. Rudat), Kolya Wulf, Elina Brams Ritzau, Audiodeskription: Ursina Tossi, Lena Visser, Bühne und Kostüm: Hannah Wolf, Dorothea Mines, Licht: Jan Widmer, Fotos: Oliver Stroemer, VK: Theresa Hupp
Eine Produktion von S. Rudat & das (i)dentityteam in Koproduktion mit dem HochX Theater und Live Art München und FFT Düsseldorf und in Kooperation mit Barnes Crossing Köln e.V. .
Gefördert durch die Konzeptionsförderung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Kulturamt der Stadt Köln.
Abspiel gefördert durch die Stadt Köln und die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.
Unsere Kultur und Ihr Erbe, ist (teils) in unseren Körper, unseren Zellen und Gewohnheiten eingeschrieben. Wie prägen Kultur, Herkunft und soziale Räume unsere Bewegungen, Haltungen und inneren Strukturen? Der Workshop Cultural Moves lädt dazu ein, kulturell eingeprägte Bewegungsmuster und Ausdrucksformen bewusst wahrzunehmen und erfahrbar zu machen. Durch körperliche Exploration, Beobachtung und viel Austausch untersuchen wir, wie sich individuelle und kollektive Geschichten im Körper zeigen. In gemeinsamen Improvisationen und kleinen Gruppenkompositionen entstehen Räume für Dialog, Resonanz und neue Perspektiven. Der Workshop richtet sich an alle, die sich für Körper, Bewegung, Kultur und Begegnung interessieren – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
TERMINE Fr, 17.04.2026 | 18 – 19:30 Uhr (Schnuppertermin)
Sa, 18. & So, 19.04.2026 | 10 – 14 Uhr
ANMELDUNG Wir bitten um verbindliche Anmeldung unter tanzen@ehrenfeldstudios.de
Oder telefonisch unter +49 221 846 395 80
PREISE Schnupperstunde: kostenfrei
Wochenendworkshops: Sliding Scale: 15 – 30 Euro für beide Tage
Niemand wird aus finanziellen Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen.
BARRIEREFREIHEIT Wir möchten den Workshop so barrierearm wie möglich gestalten, damit möglichst alle teilnehmen können. Gerne könnt ihr uns dafür eure individuellen Bedarfe für einen barrierefreien Zugang vorab per E-Mail an organisation@ehrenfeldstudios.de mitteilen, beispielsweise durch Zusendung eines Access Riders. Wir bemühen uns dann, die Access-Anforderungen nach Möglichkeit und in Absprache mit euch bestmöglich umzusetzen.
Barrierefreier Zugang. Teilnahme mit Rollator oder Rollstuhl möglich.
Weitgehend barrierefreie Toilette im Nebengebäude. Keine Haltegriffe und kein höhenverstellbarer Spiegel vorhanden.
Begleitpersonen erhalten freien Eintritt.
ÜBER DIE KÜNSTLERIN Caroline Simon ist Tänzerin und Tanzpädagogin und arbeitet seit 25 Jahre in Köln. Hier tanzte sie u.a. in über 20 Produktionen der Kompanie Silke Z.. Seit 2022 legt sie ihren künstlerischen Fokus auf Methoden der Tanzimprovisation – sowohl in der Performance als auch in der Vermittlung. Ihre Solos Momentology und Einen Moment, bitte (für junges Publikum) spielt sie in NRW und im Ausland. Sie ist Gründungsmitglied des europäischen Netzwerkes studiotrade und Mitgründerin und Ko-Leiterin der ehrenfeldstudios.
Der Workshop verbindet körperliches Training, Improvisation und Komposition in Echtzeit. Im Fokus stehen die Entwicklung einer bewussten Bühnenpräsenz, einer aktiven Körperwahrnehmung sowie die Fähigkeit, innerhalb eines kreativen Prozesses Entscheidungen zu treffen.
Gearbeitet wird an:
körperlicher Aktivierung und Verfügbarkeit
Improvisations- und Kompositionswerkzeugen
der Beziehung zwischen Körper, Raum und Klang
Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Präsenz
der Entwicklung einer eigenen Bewegungssprache
Das Training bewegt sich zwischen Technik und künstlerischer Forschung und schafft einen Raum, in dem die Teilnehmenden ihre eigenen Ressourcen und ihre Autonomie als Performer:innen erweitern können.
Teilnahmegebühr: Einzelkarte: 9 Euro
5er Karte: 40 Euro
In Kooperation mit Ayberk Esen laden die ehrenfeldstudios zum Profitraining für zeitgenössischen Tanz ein. Wechselnde regionale und internationale Dozierende leiten die Klassen und bringen unterschiedliche künstlerische Perspektiven, Trainingsmethoden und Bewegungsansätze mit. Das Training richtet sich an Tanzstudierende und professionelle Tänzer*innen und bietet Raum für kontinuierliche Praxis und künstlerische Weiterentwicklung.
Alle weiteren Termine und Informationen dazu findet ihr hier.
Über die Künstlerin Catalina Carrasco ist Tänzerin, Choreografin und Pädagogin mit über 20 Jahren internationaler Erfahrung. Seit 2013 leitet sie gemeinsam mit Gaspar Morey die Kompanie BAAL und entwickelt Bühnenarbeiten, die die Beziehung zwischen Körper und Technologie als Raum von Widerstand und Poesie erforschen.
Ihre Arbeit bewegt sich zwischen zeitgenössischem Tanz und Performance. Sie hat ihre eigenen Produktionen und Kollaborationen in Europa, dem Nahen Osten, Asien und Lateinamerika präsentiert.
Sie absolvierte ihr Studium im Fach Zeitgenössischer Tanz an der Universidad Miguel Hernández und bildete sich in Madrid, Barcelona, London, Berlin, Tel Aviv und Reykjavík weiter. Dabei integrierte sie u.a. klassische Tanztechniken, Butoh, Gaga, Contact Improvisation, Katsugen und Physical Theatre.
Sie arbeitete mit internationalen Künstler:innen und Kompanien wie Radial System Sasha Waltz & Guests, Mariantònia Oliver, Kristóf Szabó, Joan Morey, Isabel Castro und Mercedes Boronat und verfügt über eine langjährige Erfahrung in interdisziplinären und experimentellen Kontexten.
Ihre Arbeit wurde mit Preisen wie CENIT und ATAPIB ausgezeichnet und durch europäische Programme wie Culture Moves Europe und Perform Europe gefördert. Aktuell ist sie assoziierte Künstlerin bei den ehrenfeldstudios.
Das Alter(n) betrifft uns alle – und zwar ein Leben lang. Gerade deshalb sind die Fragen, wie uns das Alter(n) bewegt, wie wir uns im Alter bewegen wollen und wie wir Alter(n) gestalten gesellschaftliche und zugleich tanzkünstlerisch relevante Fragen. Der körperlich-tänzerische Zugang zu den Themen in hierarchiearmer und wertfreier Umgebung, bietet den Teilnehmenden Freiräume zum Explorieren, Hinterfragen und Erleben.
TERMINE Mo, 23. – Fr, 27.03.2026 | je 10-15 Uhr
Fr. 27.03.2026 | 20 Uhr Abschlussperformance
ANMELDUNG
Sliding scale: 250 – 380Euro
Es können Patenschaften* angefragt oder übernommen werden.
Niemand wird aus finanziellen Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen.
Anmeldungen: tanzen@ehrenfeldstudios.de
*Patenschaften können für Menschen, die Unterstützung bei der Teilnahmegebühr benötigen übernommen werden. Wir möchten, dass ALLE eine Möglichkeit haben teilzunehmen.
Barrierefreier Zugang. Teilnahme mit Rollator oder Rollstuhl möglich.
Weitgehend barrierefreie Toilette im Nebengebäude. Keine Haltegriffe und kein höhenverstellbarer Spiegel vorhanden.