Ageing Trouble steht für Unbehagen gegenüber Altersstereotypen und Ageismus, Aufbegehren und eigensinnige Bildungsprozesse im Alter. Aus performativitätstheoretischer Sicht entwirft Miriam Haller in ihrem Buch eine performative Kulturgeragogik, die Ageing Studies mit kultureller Altersbildung verbindet.
Wie werden geragogische Altersleitbilder literarisch dekonstruiert? Und wie wird Ageing Trouble in der Praxis kultureller Bildung auf die Bühne gebracht? Dazu analysiert sie die Performativität des Diskurses über Bildung und Alter(n) und eröffnet handlungsorientierte Perspektiven auf eigensinnige Performanzen von Alter(n) und ästhetische Bildungsprozesse im Alter anhand der performativen Praktiken von Un/doing Age, Un/doing Generations, Un/doing Biography und Un/doing Beauty in drei Tanz- und Theaterprojekten mit älteren Menschen.
Untersucht wurden intergenerationelle Tanzprojekte der metabolisten/Silke Z. sowie die Ageing body-Labore von Silke Z./resistdance, die performativen Praktiken des Senior*innentheater-Ensembles Golden Gorkis in seiner Stückentwicklung „Ätsch Age!“ unter der Leitung von Ron Rosenberg am Maxim Gorki Theater Berlin sowie das OLDSCHOOL-Ensemble und seine Stückentwicklung „Wunderschönes Welkfleisch“ unter der Leitung von David Vogel am Schauspiel Köln.
Alle drei sind Bestandteil des Netzwerk- und Austauschprojekts „NachWieVor. Tanzperformance & Alter(n)“, das von den ehrenfeldstudios im Jahr 2022 begründet wurde.
Das Buch ist ab sofort vorbestellbar:

Miriam Haller (2026): Ageing Trouble! – Theorie, Diskursgeschichte und Praxis der Performativen Kulturgeragogik, Bielefeld: transcrit, Print und Open Access, https://www.transcript-publishing.com/978-3-8376-8013-3/ageing-trouble-theorie-diskursgeschichte-und-praxis-der-performativen-kulturgeragogik/
Anlässlich der Veröffentlichung findet am 18. Juli 2026 um 18 Uhr eine Book Release Party in den ehrenfeldstudios statt. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit der passAGEnwerkstatt von Dr.in Miriam Haller und bringt geladene Gäst*innen aus der Tanzpraxis, Wissenschaft und kultureller Bildung im Rahmen einer geschlossenen Fachveranstaltung zusammen.